Organhaftung

Organhaftung beschreibt die Haftung von Vorständen, Geschäftsführern und Aufsichtsräten, den sog. Organen der Gesellschaft, gegenüber der Gesellschaft und Dritten. Verursachen die Organe pflichtwidrig einen Schaden, haften sie hierfür in der Regel unbeschränkt mit ihrem Privatvermögen.

Vermeidung von Haftungsfällen im Vorhinein

In der Vielzahl der Fälle lautet der Vorwurf, dass eine fehlgeschlagene unternehmerische Entscheidung, durch die der Gesellschaft ein Schaden entstanden ist, nicht sorgfältig genug vorbereitet, abgestimmt oder nicht rechtmäßig getroffen wurde. Einer der Schwerpunkte unserer Beratungstätigkeit besteht deshalb darin, einerseits im Unternehmen Dokumentations- und Kommunikationsstrukturen zu schaffen, die einer Kontrolle durch die Gerichte standhalten und andererseits etwa bestehende Legalitätsdefizite aufzudecken und zu beheben. Auf diese Weise können Haftungsfälle von vornherein vermieden werden.

Belastende Organhaftungsstreitigkeiten

Sollte es jedoch zu einer Auseinandersetzung zwischen der Gesellschaft und ihren (ehemaligen) Organen kommen, beraten wir sowohl Gesellschaften bei der Prüfung und Durchsetzung von Ansprüchen als auch Organe bei der Verteidigung gegen eine Inanspruchnahme.

Organhaftungsstreitigkeiten und -prozesse werden von allen Beteiligten üblicherweise als besonders belastend empfunden. Für den in Anspruch genommenen Unternehmensleiter geht es häufig genug um die berufliche und auch private Existenz, da selbst mittlere Schadenssummen dessen Privatvermögen in den meisten Fällen übersteigen werden. Zeitgleich erhobene strafrechtliche Vorwürfe beeinträchtigen zusätzlich und schränken den bestehenden Handlungsspielraum weiter ein. Hinzu kommen häufig Auseinandersetzungen mit dem D&O-Versicherer, der nicht zahlen will oder auch nicht zahlen muss, wenn sich die bestehende D&O-Versicherung im Nachhinein als unzureichend herausstellt. Auf diese auch privat sehr beanspruchende Situation sind die meisten Unternehmensleiter nicht eingestellt und auch nicht vorbereitet.

Spezialisierung der Kanzlei Dilling auf Organhaftungsfälle

Die Kanzlei Dilling ist dagegen auf diese hochkomplexe Situation spezialisiert, in welcher die Interessen und das Verhalten verschiedener Akteure bewertet müssen. In den meisten Fällen gelingt es uns, bestehende Verhandlungspotentiale zu nutzen, um zügig eine außergerichtliche Einigung herbeizuführen und dadurch die Belastungen so gering wie möglich zu halten. In einigen Fällen, insbesondere in den sog. Generalabrechnungsfällen, wenn zusätzlich strafrechtliche Vorwürfe erhoben werden und auch die Öffentlichkeit eines Gerichtsverfahrens gezielt genutzt werden soll, ist dies jedoch nicht möglich. Dann sind wir dazu in der Lage, die Interessen unserer Mandanten auch gerichtlich durchzusetzen.

Rechtsanwalt Dr. Dilling berät zu Organhaftung in Köln.

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